Norbert Ricking

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Gute Landespolitik braucht den Austausch über Ideen und das gemeinsame Anpacken von Problemen. Wenn ich mit den Menschen im Kreis Borken darüber spreche, welche Themen ihnen politisch wichtig sind, dann höre ich als Antwort ganz häufig KiTa-Plätze, ärztliche Versorgung, Bus- und Bahnverkehr oder mangelnder Wohnraum. Das sind Fragen, um die ich mich als Landtagsabgeordneter kümmern möchte. Mit kreativen Ideen und viel Herzblut werde ich für ein familienfreundlichen, modernes und lebenswertes NRW arbeiten. Mir liegen dabei alle Dörfer und Städte am Herzen.

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Ihr Norbert Ricking

Norbert Ricking sprach mit Jugendlichen bei Reimer Machining
Zwei spannende und informative Stunden erlebte Norbert Ricking, Kandidat der SPD im Wahlkreis Borken II bei einem Besuch der Reimer Machining im Industriegebiet Gronau-Ost. Aus erster Hand berichteten Geschäftsführer Rainer Reimer, der technische Betriebsleiter und Ausbildungsleiter Eugen Liebrecht und die Auszubildenden Monja Baerg und Romy Reimer über die Ausbildung in dem Unternehmen. "Ich muss sehen, was ich gemacht habe", antwortete Monja Baerg auf die Frage, warum sie gerade eine Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin mache. Romy Reimer sieht das ganz ähnlich und ergänzt: "Zerspanungstechnik ist heute kein typischer Männerberuf mehr", auch wenn die 17-Jährige noch immer die einzige Frau in ihrer Berufsschulklasse ist.

Fünf Auszubildende erlernen bei Reimer Machining aktuell den Beruf des Zerspanungsmechanikers in den Fachrichtungen Dreh- und Frästechnik. Neben diesem dreieinhalbjährigen Ausbildungsgang bietet das Unternehmen noch die zweieinhalbjährige Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik an. "In Zukunft wollen wir vermehrt auch auf diese Ausbildung setzen", berichtet Rainer Reimer. "Denn hier entfallen die Computer- und CNC-Technik und daher ist diese Ausbildung vor allem auch etwas für Hauptschüler."

Der fehlende Nachwuchs ist das Problem in der Branche. "Die Zahl der Stellen im Zerspanungsbereich im Altkreis Ahaus hat sich in den letzten drei Jahren nahezu verdoppelt. Hinzu kommt, dass eine nicht unbeträchtliche Zahl an Mitarbeitern in näherer Zukunft in Rente geht", erläutert Rainer Reimer. "Die Unternehmen, Kammern, aber auch die Politik müssen daher alles daransetzen, die Attraktivität und das Image einer dualen Ausbildung zu verbessern", fordert er. Durch die Teilnahme an Ausbildungsmessen und das Projekt Schule und Beruf in Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Gronau beispielsweise hat die Reimer Machining bereits einiges in dieser Richtung unternommen. Mit einer 3D-Visualisierung der Abläufe im Betrieb und verstärkten Aktivitäten in sozialen Medien will man in Zukunft noch mehr tun, um die Jugendlichen dort abzuholen, wo man sie antrifft. Außerdem müsse deutlich werden, dass eine abgeschlossene Ausbildung im Prinzip dem Bachelor und der Meister mit einigen Jahren Berufserfahrung dem Master gleichzusetzen ist, wünscht sich Rainer Reimer. Den Eindruck, dass Abiturienten immer noch vorrangig das Studium anstreben, bestätigt Norbert Ricking aufgrund seiner Erfahrungen als Berufsberater. "Als Meister verdient man auch nicht schlecht", betont dagegen Rainer Reimer. Zudem ist es besser, nach einer dualen Ausbildung ein Studium draufzusatteln statt ein Studium abzubrechen, um eine Ausbildung zu machen, sind sich Politiker und Unternehmer einig.
Darüber hinaus bieten das Handwerk und die betriebliche Ausbildung ausgezeichnete Entwicklungs- und Aufstiegschancen, unterstreicht Rainer Reimer. Ein Paradebeispiel dafür ist Eugen Liebrecht. Angefangen hat der heute 31-Jährige 2009 bei Reimer als Auszubildender, war dann zwei Jahre als Geselle tätig, machte den Industriemeister, wird in Kürze die Weiterbildung als technischer Betriebswirt abschließen und ist heute technischer Betriebsleiter, Ausbildungsleiter und Teilhaber in der Unternehmensgruppe Reimer. "Ich habe vor der Ausbildung das Fachabitur gemacht. Heute kann ich die Computertechnik mit der Praxis verbinden", erzählt Eugen Liebrecht - ein Eindruck, den beiden die Auszubildenden bestätigen. "Metalltechnik ist heute nicht mehr dreckig und auch nicht schwer. Alles ist computergesteuert und bei schweren Teilen werden Hilfsmittel verwendet", fasst Rainer Reimer zusammen.

Was sind die Probleme, was die Wünsche der Auszubildenen an die Politik? "Bei einer Kampagne, um die Attraktivität der betrieblichen Ausbildung zu verbessern, muss die Politik mit an den Tisch und die Betriebe und Kammern bei einer Kampagne auch finanziell unterstützen", fordert Rainer Reimer. Monja Baerg und Romy Reimer müssen nicht lange überlegen bei einer Antwort auf die Frage. Sie wünschen sich, dass sie ab dem zweiten Lehrjahr nicht mehr zur Schule nach Bocholt fahren müssen oder zumindest eine bessere Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin haben. "Ich müsste um 3 Uhr losfahren, um mit Bus und Zug rechtzeitig in Bocholt zu sein", erzählt Romy Reimer und weiß im Moment noch nicht, wie sie als 17-Jährige dies Problem mit Beginn des zweiten Lehrjahres lösen kann.

Etwas Hoffnung macht Norbert Ricking mit dem Hinweis auf den Baumwollexpress, der voraussichtlich ab September zwischen Bocholt und Bad Bentheim verkehren soll. Der erste Bus soll dann um 6.09 Uhr in Gronau starten und um 7.25 Uhr Bocholt erreichen. "Dass die Jugendlichen fast 60 km bis nach Bocholt zur Berufsschule fahren müssen, ist ein unhaltbarer Zustand, den die Politik dringend ändern muss", bezieht Norbert Ricking eindeutig Position. "Der Berufsschulunterricht in Ahaus oder Gronau ist ein ganz wichtiger Baustein, um mehr Jugendliche für die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker und zur -mechanikerin zu gewinnen", ist er sich mit Rainer Reimer einig. Beeindruckt ist Norbert Ricking am Ende des Besuchs von der Begeisterung der Auszubildenden für ihren Beruf, aber auch den Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten, die das Unternehmen und die duale Ausbildung bieten. "Dies müssen wir immer wieder deutlich machen und die Anstrengungen der Unternehmen unterstützen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken", betont er.

PRESSEMITTEILUNG WESTFÄLISCHE NACHRICHTEN GRONAU 31.01.2022.

 

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